Von der "Lateinischen Schuel" zum
Goethe-Gymnasium

30. Dezember 2000: 333 Jahre höhere Schulbildung in Emmendingen

 

Markgraf Jakob III. (1562-1590),
der Stadtbegründer Emmendingens

 

Am 1. Januar 1590 vermeldete die städtearme Markgrafschaft Baden ein wichtiges Ereignis: Markgraf Jakob III. hatte den Marktflecken Emmendingen zu seiner Residenzstadt erhoben.
Der gewaltsam herbeigeführte Tod des jungen Regenten, Streitigkeiten innerhalb der badischen Lande und der bald folgende, dreißig grauenvolle Jahre währende "Teutsche Krieg" waren in der Folgezeit wie ein Eisregen über das zarte Stadtpflänzchen gefallen. Das Jahr 1648 hatten gerademal einhundert Einwohner, überlebt - ein knappes Fünftel der Bevölkerung von 1590. Doch ihr Überlebenswille ließen nach und nach Gewerbe und Handel wiedererstehen. Dem lutherisch-evangelischen Glauben verbunden standen sie fest zum Landesherrn und den Ortspfarrern.


Dr. Johannes Pistorius (1546-1608)
Organisator der ersten nachreformatorischen Lateinschule Badens in Durlach(1585)

 

1667: Gründung der Lateinschule

Nach dem Konzept von Dr. Johannes Pistorius, dem bekannten Rat des Emmendinger Stadtbegründers, war 1586 in Durlach die erste nachreformatorische Lateinschule in Baden gegründet worden. 1604 erhielt Sulzburg die zweite "schola Latina Badensis". Doch die Übersiedlung von Markgraf Georg Friedrich nach Durlach sowie die unruhigen folgenden Jahrzehnte sorgten bald für deren endgültigen Niedergang.
Fast zwei Jahrzehnte nach den Kriegswirren war Markgraf Friedrich VI (1659-1677) gut beraten, jetzt endlich im Hauptort des Hachberger Landes eine Lateinschule einzurichten - im eigenen Interesse und für seine treuen Untertanen. Vom 30. Dezember 1667 datiert die Gründungsurkunde mit dem Inhalt, dass "eine Lateinische Schuel auch zue Emmendingen" anzurichten sei "Unßerm geist- auch weltlichen bedienten, wie nicht weniger der gesambten Landtschaft Unßerer Marggravschaft zum besten". "Der Markgrafschaft zum Besten" engagierte sich als erster "Praeceptor", d.h. Lehrer der Lateinschule, Johann Jacob Schneider aus Lahr. Für minimalen Lohn wurde ein Maximum an Einsatz verlangt.

 

Ph. Melanchthon: aus der "Rede über das Elend der Lehrer"

Gut ein Jahrhundert zuvor hatte sich Philipp Melanchthon in einer satirischen Rede wie folgt über das "Elend" solcher Lateinschullehrer ausgelassen:
"Keine Gruppe in der Gesellschaft scheint mir unglücklicher zu sein, nicht einmal die, die im Zuchthaus zwangsarbeiten muss. Ich will einmal mit einem Beispiel beginnen. Wenn nämlich zum ersten Mal zu einem Lehrer ein Junge gebracht wird, auf dass er zur Bildung und zur Tugend geführt werde, dann, bitte schön, schaut Euch mal an, in was für ein hartes Geschäft voller Mühe und Gefahren er sich da einlässt.
Denn noch bevor ein Junge vom Alter her geeignet ist, in die Schule geschickt zu werden, ist er durch die Nachgiebigkeit im Elternhaus bereits verdorben, hat Laster bereits kennen gelernt und sie gründlich ausgekostet. Er bringt von Haus aus nicht nur keine Liebe und Bewunderung für die Welt des Wissens mit sich, sondern einen geradezu heftigen Hass gegen derlei Sachen, dazu Verachtung der Lehrer und schändlichste Erfahrungen durch häusliche Vorbilder. Mit einem derartigen Monster muss sich ein Lehrer herumstreiten.
Wenn du etwas erklärst, geht der Geist des Jungen auf Wanderschaft; damit er dem Unterricht letztlich folgen kann, muss man ihm alles sechshundert mal einschärfen, bis in seinem widerspenstigen Geist nur etwas hängen bleibt. Wenn du ihn nur mal ein wenig aus der Kontrolle lässt, fließt all das so oft von dir Gesagte wieder aus dem Gedächtnis des Jungen. Wenn du ihn anhältst, wiederzugeben, was er gelernt hat, dann in der Tat könntest du vollends sehen, wie er sein Spiel mit dem Lehrer treibt. Denn für den Jungen in seiner Widerspenstigkeit ist es eine Lust, irgendetwas herauszuposaunen, was den Lehrer fuchst und in Rage bringt.
Wenn irgendeiner dazu gezwungen würde, einem Kamel das Tanzen oder einem Esel das Lautenspiel beizubringen, könnte man einen solchen Mann nicht mit Recht als einen außerordentlich unglücklichen Menschen bezeichnen, weil er doch vergeblich eine so große Arbeit auf sich nimmt? Aber diese Beschäftigung - scheint mir - kann man noch eher ertragen, als unseren Kindern etwas beizubringen. Wenn du auch beim Training von besagtem Kamel oder Esel keinen Erfolg hast: sie machen uns zwar unnötige Mühe, aber sie beleidigen uns wenigstens nicht dabei. Diese hübschen Bengel aber, wenn sie uns schon mit allem Fleiß ermüden, sind noch obendrein rotzfrech gegen uns." (aus Ph. Melanchthon: Rede über das Elend der Lehrer, 1533)
Nun hat diesen ersten Emmendinger Lateinlehrer, Johann Jacob Schneider, bereits am 10. November 1669, erst 28jährig, das Zeitliche gesegnet. Es muss demnach damals schon nicht leicht gewesen sein, in Emmendingen zu unterrichten... Für die folgenden, von Kriegen gezeichneten 28 Jahre schweigen die Quellen über die hiesige Lateinschule. Es gab in dieser Zeit auch keinen Diakon, der den Schulbetrieb hätte aufrecht erhalten können.

 

1695: Erneute Gründung der Lateinschule

 

Am 24. Mai 1695 erfolgte durch Markgraf Friedricus Magnus die Wiederbelebung der "schola Latina". Welche Rolle spielte sie in damaliger Zeit?
Eine Lateinschule, dem Oberamt und der Kirchenverwaltung unterstellt, war keine Bildungseinrichtung für jedermann. Sie diente den Interessen des Landesherrn; und der brauchte zuverlässige Pfarrer und Beamte.
So rekrutierten sich die Eleven zunächst vielfach aus diesen Kreisen. Im Alter von 10 bis11 Jahren wurden begabte, studierwillige Jungen aufgenommen. In drei, später vier Jahren erwarben sie sich so gründliche Kenntnisse in der lateinischen Sprache, dass sie in die Artistenfakultät einer Universität aufgenommen werden konnten. Das erste Ziel, das Bakkalaureat - die damalige "allgemeine Hochschulreife" - wurde dort in der Regel nach eineinhalb bis zwei Jahren erreicht. Ein vierjähriges Spezialstudium z.B. in Jura, Theologie oder Medizin entließ die Einundzwanzigjährigen in die Berufe. In diesem Alter haben heutige Studenten meistens erst ihr dann noch sechs bis acht Jahre dauerndes Studium begonnen.
In Emmendingen sind glücklicherweise noch alle vier Gebäude vorhanden, in denen seit 1667 bis heute höhere Schulbildung vermittelt wurde und wird. Die ersten lateinischen Deklinationen und Konjugationen wurden im Erdgeschoss des Eckhauses Westend/Lammstraße 7, dem ehemaligen Diakonatshaus, gepaukt.
Der jeweilige Diakonus betreute in der Anfangszeit - ohne festen Lehrplan - sechs bis acht Schüler. Verteilt auf drei Jahrgänge, die unterschiedlich beschäftigt wurden, befanden sich maximal 18-24 Schüler gleichzeitig im Schulzimmer.
Diese hatten u.a. in die Hand versprechen müssen, gottesfürchtig und fromm zu sein, den Eltern und Lehrern zu gehorchen, allezeit mit gekämmten Haaren, gewaschenem Gesicht und Händen und sauberen Kleidern in die Schule zu kommen, sich des Fluchens, Schwörens und Lästerns zu enthalten, die Mitschüler weder zu verprügeln noch zu beleidigen, "desgleichen nichts an Tischen und Fenstern der Schule zu verderben". Sonntags nahmen die zukünftigen Honoratioren links im Chor der alten Stadtkirche "coram publico" neben dem Pfarrstuhl ihre Sitzplätze ein. Nach dem Kirchgang mussten die Scholaren auf Befragen den Inhalt der Predigt wiedergeben.
Doch gab es - sicherlich aus berechtigten Anlass - auch Regeln für die Lehrer:
"Man hat sich fleißig zu hüten, dass in denen Classen, wo noch Stecken und Ruthen gebraucht werden dörfen, die Knaben nicht auf eine brutale weiße tractiret, und Ihnen wohl beulen oder löcher geschmissen ja sie auch gar mit handtstreichen blutrissig oder mit ohrfeigen taubgeschlagen werden, sondern es ist die nötige correction alßo zu adhibieren, dass mann den Zweckh der verbesserung ohne der jugend Schaden damit erreiche."
In Emmendingen hatten Cornelia und Johann Georg Schlosser sowie Friedrich Meerwein ihre historischen Gastrollen gespielt, das tausendjährige "Hl. Römische Reich deutscher Nation" war zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Räumen der Geschichte versunken, ein neugebildetes Großherzogtum Baden daraus aufgetaucht: Auch die Emmendinger Lateinschule erfuhr während dieser Zeit auch manchen Wandel. Ab 1740 gab es einen vorgeschriebenen Lehrplan, nach dem der jeweilige Diakon täglich von 8-11 vor- und von 2-4 Uhr nachmittags (außer Donnerstag- und Samstagnachmittag) die recht langsam ansteigende Schülerzahl zu unterrichten hatte. Doch wurde 1788 dem Diakonus erstmals eine Hilfskraft an die Seite gestellt.

 

Nach der Revolution von 1848 - "Höhere Bürgerschule"

In den ersten knapp zwei Jahrhunderten - bis 1848 - hatten etwa 950 Söhne von Pfarrern, Beamten, Kaufleuten, Handwerkern und Bauern aus Emmendingen und Umgebung hier ihr lateinisches Basiswissen erworben. Dann markiert das Revolutionsjahr 1848 das Ende der "klassischen" Emmendinger Lateinschulära. Die alte Bildungseinrichtung begann sich als "Höhere Bürgerschule" weiteren Bevölkerungskreisen zu öffnen. Der Anteil der jetzt auch jüdischen und katholischen Bevölkerung, die im 19. Jahrhundert stark anwuchs, spiegelte sich in den Schülerzahlen wieder. Kurz gesagt: es wurde nicht mehr nur für eine Karriere beim Großherzog oder im kirchlichen Dienst gelernt. Zudem hatten die Schulen ihr Angebot den Erfordernissen der aufkommenden Industrialisierung anzupassen gelernt.
1864 war die Enge im Diakonatshaus für die 4 Lehrer und 67 Schüler - verteilt auf vier Klassen - unerträglich geworden.

 

1864: Umzug in das Dr. Stucksche Haus, Hebelstraße 1

 

So sollte für die nächsten Jahrzehnte das für Emmendingen geschichtsträchtige (in der NS-Zeit hatte hier die Kreisleitung ihre Zentrale, nach dem 2. Weltkrieg war es lange das Gewerkschaftshaus, z.Z. beherbergt es als Haus "Eliah" Obdachlose) ehemalige Dr. Stucksche Haus in der Hebelstraße 1 der künftige Ort für höhere Schulbildung werden. In den folgenden Jahrzehnten kam es zu starken Veränderungen. Noch lernten die Schüler in der Sexta, Quinta und Quarta nach den Lehrplan der humanistischen Gymnasien Latein. So war ein Schulwechsel leichter möglich.

 

1882: Höhere Schule auch für Mädchen

Ab 1882 gab es jedoch Ausnahmen. Die jetzt erstmals aufgenommenen 8 Mädchen mussten nicht mehr die alte Sprache erlernen. Zudem wurde in den folgenden Jahren mit guter Akzeptanz Koedukation praktiziert: die Jungen entwickelten zunächst mehr Ehrgeiz und im ersten Jahr halbierte sich die Zahl der Repetenten. Bald jedoch stieg die Rate der "Sitzenbleiber" wieder auf die üblichen 20%. Ab 1886 gab es in Emmendingen auch erstmals Sportunterricht für Mädchen, lange bevor er offiziell in Baden eingeführt wurde. Allerdings hatten die Eltern ihn selbst zu finanzieren. 1891 löste die Stadt Emmendingen das Diakonat als Schulträger für die "Höhere Bürgerschule" ab. Die Schulaufsicht und Lehrerzuteilung blieb jedoch beim Großherzöglichen Schulamt.

 

1895: Sechsklassige Realschule

Eine einschneidende Änderung erfolgte 1895, als die vierjährige "Großherzögliche höhere Bürgerschule" in eine sechsklassige Realschule umgewandelt wurde. Erstmals nach 228 Jahren wurde in Emmendingen für die nächsten 4 Jahrzehnte Latein nur fakultativ angeboten. Für die jetzt insgesamt 118 Schüler (61 Protestanten, 37 Katholiken, 20 Israeliten) war jetzt auch das heutige "Haus Eliah" in der Hebelstr. 1 zu klein. Ab demselben Jahr war es den jetzt drei Professoren und zwei Reallehrern - trotz bester Erfahrungen - nicht mehr erlaubt, Jungen und Mädchen gemeinsam unterrichten.

 

1901:Karl-Friedrich-Schule

 

Nach kurzer Bauzeit konnte am 6. Dezember 1901 die Karl-Friedrichschule gegenüber dem Amtsgericht bezogen werden. Dieses mit einer stilvollen Aula ausgestattete Gebäude musste sich die Realschule jedoch mit der Volks- und Gewerbeschule teilen. Erst 1913 gab es mehr Platz, weil die meisten Volks- sowie die Gewerbe- und Handelschüler in die Markgrafenschule an der Neubronnstraße umziehen konnten.

Die Jahre Weimarer Republik, als man in Deutschland allerorten die ersten erfolgreichen Gehversuche in Sachen Demokratie unternahm, brachten auch neuen bildungspolitischen Schwung in das Amtsstädtchen Emmendingen. Aus der Bürgerschaft heraus, unterstützt von hierher gezogenen engagierten Lehrern erwuchs der Wunsch, der jungen Generation die Möglichkeit zu eröffnen, vor Ort das Abitur zu erwerben zu können.

 

1934: Realprogymnasium

1926 erhielt die - nicht mehr "großherzogliche - Realschule eine 7. Klasse. 1931 begann der Aufbau eines Realprogymnasiums, 1934 war er abgeschlossen. Verdiente Stadtpolitiker, wie Hermann Günth (SPD) und den Lehrer Dr. Hans Pfeiffer (Zentrum), hatten sich dafür engagiert. Doch auf Druck einheimischer NS-Führer wurden sie bereits 1933 gewaltsam aus Emmendingen entfernt. Die Schule leitete von 1934 bis 1945 ein linientreuer Nationalsozialist. Alle Lehrer hatten den Treueid auf Hitler zu leisten. Ab 1936 durfte Josef Bandel, der letzte israelitische Religionslehrer, nicht mehr unterrichten.

 

1938: Statt "Cornelia Goethe" - "Dietrich-Eckart-Schule"

Der letzte Abschnitt in Hitlers "Mein Kampf" ist einem der schlimmsten geistigen Brandstifter in der NS-Bewegung gewidmet, Dietrich Eckart: diesen Namen erhielt ab dem 16. Dezember 1938 die neue "Oberschule für Jungen in Emmendingen". Zwar hatten sich das Kultusministerium, die Direktion und das Lehrerkollegium vehement für "Cornelia-Goethe-Schule" eingesetzt, doch der damalige Stadtrat favorisierte den Hitlerförderer Eckart: eine verpasste Chance!
Erstmals in Emmendingen legten1941 ein Mädchen und neun Jungen das Abitur ab. Bis zum Kriegsende gab weitere 25 erfolgreiche Prüfungen.

 

1946: Oberrealschule

Nur zögernd lief nach dem 2. Weltkrieg der Unterricht wieder an. Schulleiter von 1945-1948 wurde der verdienstvolle Anton Brommer. Er löste Dr. Ludwig Kilchling ab. Brommer war bereits bis 1934 Direktor in Bühl gewesen. Wegen seiner Mitgliedschaft im Zentrum war er von den Nazis hierher zwangsversetzt und degradiert worden. Kilchling, ein Lehrer seines Bühler Kollegiums, wurde hingegen in Emmendingen sein Chef. In seiner Emmedninger Amtszeit konnte Brommer 46 mal ein Abiturzeugnis unterschreiben.

 

1948: Gymnasium Emmendingen

An die 1948 -1974 Jahre können sich sicherlich lebhaft 705 Abiturienten erinnern. Ihre von Jahr zu Jahr ansteigende Zahl signalisiert, wie sehr seit diesem Vierteljahrhundert das Gymnasium in der Bevölkerung angenommen wurde.
1974 war für 1014 lernwillige junge Menschen sowie 54 Lehrer - nur noch 12 von ihnen unterrichten im Jahr 2001 hier - die Karl-Friedrich-Schule längst zu klein geworden. Schichtunterricht, in die Meerweinschule und die Metzger-Gutjahr-Stiftung ausgelagerte Schulstunden fanden endlich ein Ende, als das neue Schulgebäude in der Neubronnstraße fertig wurde. Die Schule erhielt nach dem Willen des Stadtrates - allein als fünfte in Baden-Württemberg - den Namen "Goethe-Gymnasium".

 

Ab 1974: Goethe-Gymnasium

 

Die Schülerzahl schwoll weiter an. Selbst dieser großzügig konzipierte Bau konnte in den achtziger Jahren die Mengen - über 1.300 - nicht fassen. So wurden für ein Jahrzehnt bis zu zehn Klassen in die Meerweinschule ausgelagert. Die 1.925 Abiturienten aus dieser Zeit werden sich an manche Engpässe erinnern. Doch sicherlich auch an vieles Positives: an die meist deutlich über dem Landeschnitt liegenden Abschlussergebnisse, auch an rauschende Schulfeste, Studienfahrten oder Sportveranstaltungen.
Ein Gymnasium, eine Realschule gehören heute zum Standard im Bildungsangebot einer Stadt. Die Wurzeln dazu reichen unterschiedlich tief in die Vergangenheit. Mit der Gründung einer Lateinschule war vor einem Dritteljahrtausend - genau seit 30. Dezember 1667 - einst höhere Schulbildung in Emmendingen initiiert worden. Darauf könnte man ein wenig stolz sein. Denn: In der Tradition zu stehen und sich zugleich jeweils den Bildungserfordernissen der Gegenwart zu stellen, das hat dieser 333 Jahresringe zählende "Baum für Früchte des Wissens, der Bildung und Erziehung" immer wieder bewiesen. So kann man z.B. heute Latein zusätzlich auf der schuleigenen Latein-homepage lernen und vertiefen.

Hans-Jürgen Günther

 

Quellen:

Stadtarchiv Emmendingen
Schularchiv Goethe-Gymnasium
GGE, Jahrbücher 1974 + 1999
Ernst Hetzel: Die Anfänge der höheren Schule in Emmendingen in: Emmendinger Heimatkalender: 1967 + 1969
Zeis, Karl (Abitur 1943): Die Entwicklung der Volksschule in Emmendingen, Emmendingen 1963
Hans-Jürgen Günther: "333 Jahre höhere Schulbildung in der Stadt". Sonderseite der "Badischen Zeitung" Emmendingen vom 13. Januar 2001