"Raus aus der Kreidezeit"

 

In feierlichem Rahmen wurde am Freitag, 10.11.17, die neue
Medienausstattung der Klassenräume offiziell eingeweiht. Dazu hieß
Schulleiter Dr. Ulrich Schmidt  Oberbürgermeister Stefan Schlatterer,
Alexander Schoch (MdL),  Emmendinger Stadträte, weitere Vertreter der
Stadt Emmendingen und Vertreter des Lehrerkollegiums herzlich willkommen.

Mitglieder der Talent-Förderungs-AG zeigten zu Beginn eindrucksvoll mit
ihrer Performance, was mit der Medienausstattung an technischen
Möglichkeiten zu erwarten, an inhaltlichen Fehltritten aber dringend zu
vermeiden ist:  "Was haben wir denn heute gelernt? Na, Medien!"  Dieser
Eindruck sollte eben nicht entstehen, wenn ein Gymnasium mit neuen
Medien ausgestattet wurde, deren Einsatz beeindruckende Möglichkeiten
bietet, welcher aber mit Bedacht gewählt werden sollte.

In seiner Ansprache ging OB Stefan Schlatterer auf den Prozess der
Digitalisierung an Emmendinger Schulen allgemein und am Goethe-Gymnasium
im Besonderen ein und äußerte stolz, dass die Stadt Emmendingen sich der
Investitionen angenommen habe, um die Schule gegenüber den modernen
Anforderungen zu wappnen, im Gegensatz zu anderen Gemeinden, die sich
weiterhin Gelder vom Land erwarten.

Schulleiter Dr. Ulrich Schmidt zeigte sich in seiner Ansprache sehr
dankbar gegenüber der Stadt Emmendingen und dankte insbesondere dem
Stadtrat und den Kämmerern, die in vielen finanziellen
Zusammenstellungen die Investition ermöglicht hätten. Den Einsatz von
Medien sieht der Schulleiter dabei durchaus kritisch: Sei in seiner
Schulzeit der Einsatz von Filmen ein großer Erlebnis gewesen, so sei
dies für die Schülerwelt heute keine Besonderheit mehr. Die aktuelle
Mediengesellschaft stellt daher neue Herausforderungen an die Schule.
Mit der Medienausstattung kommen, so Schmidt, auf die Schule drei
Aufgaben zu: Zunächst ermöglichten die neuen Medien den Lehrkräften,
den Unterricht vielfältiger, abwechslungsreicher und anschaulicher zu
präsentieren. Dies sei für jede Lehrkraft eine neue, zu bewältigende
Herausforderung.  Denn es gelte schon bei der Unterrichtsgestaltung den
Medieneinsatz genau vorzubereiten und abzuwägen: Nicht bei jedem
Unterrichtsgegenstand und nicht in jeder Stunde sei der Medieneinsatz
angemessen und nötig.

Zweitens sollten die Schülerinnen und Schüler mit der Medienausstattung
die vielfältigen Möglichkeiten der Medien kennenlernen und einsetzen
lernen. Wesentlich dabei sei, die Möglichkeiten des kreativen
Medieneinsatzes mit einer sachgerechten Präsentation in Einklang zu
bringen.

Drittens gelte es, so Schmidt, die Medienkompetenz der Schülerinnen und
Schüler zu stärken: In kritischem Blick auf die zunehmende
Digitalisierung und Datenschwemme im Internet sollten sie einen
bewussten Umgang mit den von ihnen selbstverständlich eingesetzten
Medien lernen. Was sinnvoll und wertig ist, sollte für sie erfassbar werden.

Wie nachhaltig die Medienausstattung angesichts der sich rasant
entwickelnden Technisierung im Unterrichtsalltag sei, werde sich dann
zeigen.

Als Beweis für die Medienkompetenz der jetzigen Schülerinnen und Schüler
wurde der von der Film-AG gestaltete Kurzfilm "Conni Comeback" gezeigt
und mit Applaus belohnt.

Mit einem kleinen Umtrunk wurde die feierliche Einweihung abgerundet und
bot im offenen Gespräch die Gelegenheit, die Technik zu erkunden und
auszuprobieren.

Nicole Steinbach