S.P.E.S.

Das „hoffnungsvolle“ Sozialprojekt des GGE

 

Mit Einführung des 8-jährigen Gymnasiums entstand an unserer Schule - wie auch an anderen Schulen des Landes - die Diskussion um die Stärkung der sozialen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler. Über die Notwendigkeit eines sozialen Einsatzes herrschte relativ schnell Einigkeit am Goethe-Gymnasium Emmendingen. Aber welche Form würde am besten dazu beitragen?
Nach der Auswertung wissenschaftlicher Studien, der Beratung im Lehrkollegium, in der Fachkonferenz Religion/Ethik und in der Schulkonferenz unter der Federführung von OStR Pfarrer Joachim Knab wurde im Schuljahr 2008/2009 S.P.E.S. eingeführt. Seit September 2010 leitet StRin Pfarrerin Birgit Otto das Projekt.
Anders als andere "Sozialpraktika" handelt es sich bei S.P.E.S. nicht um ein Blockpraktikum, sondern um eine kontinuierliche Arbeit aller Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 in den sozialen Einrichtungen unserer Stadt und in der näheren Umgebung. Dabei hat der aktive wöchentlich stattfindende Einsatz oberste Priorität. Dieser kontinuierliche Einsatz ist für die Nachhaltigkeit des sozialen Lernens von großer Bedeutung.
S.P.E.S. steht hierbei zunächst als Abkürzung für "SOZIAL-PROJEKT EMMENDINGER MODELL FÜR SCHULEN".
Ebenso steht S.P.E.S. für "HOFFNUNG" (Lateinisch spes=Hoffnung) - einerseits für die Hoffnung, die unsere Schülerinnen und Schüler als Entlastung und Hilfe in die Einrichtungen tragen, - andererseits für die Hoffnung, dass die beteiligten Schülerinnen und Schüler wertvolle soziale Erfahrungen machen.Erreicht werden soll dies durch eine kontinuierliche jährliche bzw. halbjährliche Arbeit unserer Schüler/innen mit geringem "Begleitungsaufwand" für die Einrichtungen.
Nach anfänglich 25 Einrichtungen, kooperieren wir inzwischen mit über 30 Einrichtungen, die sich in folgenden Bereiche gliedern:

  • Kindergarten / Kinderbetreuung
  • Hausaufgabenbetreuung in Grundschulen
  • Seniorenheime
  • diakonische und kirchliche Einrichtungen
Mit den jeweiligen Trägern der Einrichtungen bestehen Kooperationsvereinbarungen, die überwiegend eine langfristige Zusammenarbeit vorsehen und die gute Betreuung der Schülerinnen und Schüler sichern.
Unsere Neuntklässler werden während ihres Einsatzes intensiv begleitet, damit sie ihre Erfahrungen mitteilen und verarbeiten können. Lehrkräfte und Fachreferenten von Außen schulen sie während der Arbeitsphase, und vier Lehrkräfte aus dem Fachbereich Religion/Ethik stehen als Ansprechpartner und Betreuer zur Verfügung.Die bisher gesammelten Rückmeldungen sind sehr ermutigend.
Natürlich wird das Projekt auch entsprechend evaluiert. Am Ende des Schuljahres erhalten die Schüler/innen für ihr Portfolio ein entsprechendes Zertifikat in Zeugnissprache, das ihnen für ihre Zukunft nützlich sein wird.Erfreulich ist auch, dass bereits mehrere Gymnasien in Baden-Württemberg Interesse an unserem Sozialprojekt bekunden oder gar schon dessen Einführung beschlossen haben.

StRin Pfarrerin Birgit Otto (Koordinatorin S.P.E.S.)

 
 
   Streichholtzmännchen