Ausflug zu Hermann Hesse nach Gaienhofen

Strahlendes Spätsommerwetter - und es ließ sich verstehen, warum der Dichter Hermann Hesse 1904 zivilisationsmüde der Stadt den Rücken kehrte und sich auf der Höri am Bodensee niederließ. 68 Schüler und drei Lehrerinnen statten ihm dort mehr als 100 Jahre später einen Besuch ab. Wir wurden empfangen und einen Vormittag lang begleitet von Frau Dr. Appel. Sie machte uns an Ort und Stelle vertraut mit dem Leben Hesses, den Traumata seiner Kindheit, seiner andauernden inneren Zerrissenheit, die dazu führte, dass er nur acht Jahre später alles wieder verließ und als Steppenwolf weiterzog. Im zweiten Teil des Vortrags dozierte sie auf hohem Niveau die neueste Forschungslage zum "Steppenwolf", an der sie selbst nicht unerheblich beteiligt ist. Viele Anregungen für den Unterricht zu diesem Sternchenthema, das uns noch bis zum Abitur begleiten wird.

Nach der geballten Ladung Germanistik das Alternativprogramm: Chillen am See, Steinchen werfen, in den tiefblauen Himmel gucken...

Fotos: Manuel Eckstein, Text: B. Kranefoer